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Ich fühl' mich schlecht,
und ihr merkt es nicht.
Das Blatt Papier ist nun wieder mein Anvertrauter.
Ich habe mehr Kraft,
weil ich mich ausruhe,
weil ich endlich entscheide,
ob ich mich draußen zeige oder nicht.
Ich hab' die Macht darüber zu bestimmen,
wann ich meine Maske aufsetze,
wann ich die Außenwelt belüge.
Irgendwie wusste ich,
dass es so kommen würde.
Ich hab' mir erhofft,
dass sich alles regeln würde,
durch diese Auszeit,
doch ich wusste,
dass es nicht so sein würde.
Ich hab' es geahnt,
dass es sich alles in mir aufstauen würde.
Verzweifelt kämpfe ich dagegen an,
nicht zu weinen,
denn es hinterlässt Spuren,
sichtbare Spuren,
die verheilen müssen.
Ich zwinge mich dazu alles positiv zu sehen,
dabei weiß ich genau,
dass ich mich selbst anlüge,
indem ich dies tue.
Trotzdem hör' ich nicht damit auf,
denn mein Leben ist doch schön,
ich weiß es genau.
Ich bin mir aber auch dessen bewusst,
dass ich darauf nicht klar komm',
dass mich alles stört,
nichts richtig ist.
Ich will es ja auch alles ändern,
aber selbst ein Jahr später,
weiß ich nicht wie.
Ich liege hier,
und starre ins Leere,
denn so fühl' ich mich:
leer.
Mir ist schlecht, übel.
Am liebsten würd' ich ins Bad rennen.
Mich übergeben,
diese Leere im Magen spüren,
so wie ich sie in meinem Herzen spüre.
Ich will abnehmen,
fühl' mich zu dick,
so als ob ich zuviel Platz auf dieser Welt einnehmen würde.
Ich will verschwinden,
ganz klammheimlich,
sodass es niemandem auffällt.
Meine Gefühle, meine Gedanken,
wenn ich sie nur abschalten könnte.
Gefühlslos. Kalt. Eisig. Erfroren.
So bin ich.
In der Kälte gestorben,
ohne jemanden, der mich gewärmt hat.
Ich hab Angst,
panische Angst.
Ich will weiterkommen,
ich hasse es stetig zu fallen,
stetig am Boden zu liegen.
Doch meine Beine sind zu schwach,
mein Körper zu schwer.
Ich halte diesen Druck nicht mehr aus.
Er lässt mich ersticken,
langsam und qualvoll.
Ich habe mich verändert,
ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder.
Mein vertrautes Spiegelbild,
ich suche es verzweifelt,
finde es nicht,
sehe, dass ich es nicht mehr bin.
So war ich mal.
Tränen streicheln über meine Wangen,
trösten mich liebevoll.
Ich lehne ihn ab,
diesen Trost,
weigere mich,
will stark sein,
in allen Punkten.
Pausenlos kämpfe ich,
gegen dich, gegen mich, gegen das Leben.
Nichts entkommt meiner kämpferischen Ader,
alles geht zunichte.
Ich habe alle innerne Werte verloren,
alles wertvolle,
übrig bleibt mir nur das Materielle.
Ich sehe mich um,
bin umgeben von wertvollen Gegenständen,
die mir nichts bedeuten,
mir nicht weiter helfen.
Alles ist so unverständlich,
so kompliziert und sinnlos.
In meinem Kopf herrscht die reinste Unordnung,
welche ich nicht weiß,
wie zu beseitigen.
Ich vergesse alles,
ich verstehe nichts.
Es bleibt mir ein Rätsel,
wieso manche Dinge so sind
und nicht anders.
Ich frage mich,
wieso ich mir soviele Gedanken mache.
Vielleicht gibt es Menschen,
die mehr nachdenken als ich.
Dennoch bezweifle ich dies.
Ich komme mit anderen Menschen nicht klar.
Sie sind eifersüchtig,
wenn ich nur wüsste worauf.
Es kann doch nicht sein,
dass Menschen soviel Wert auf Materielles legen.
Ich muss wohl egoistisch sein,
denn anscheinend teile ich nicht.
Dabei gebe ich doch alles ab.
Würde jemand um mein Leben bitten,
ich glaub' ich würde es verschenken.
Meine Seele schmerzt so sehr,
ich will dem ein Ende setzen.
Könnte ich doch nur Dinge ändern,
etwas tun,
helfen,
ich glaube,
ich wäre glücklich.
Könnte ich sie doch nur alle glücklich sehen,
die Menschen,
die mir wichtig sind.
Ich verlange viel zu viel.
Total abgestumpft vor Schmerz liege ich da,
meine Augen sich langsam schließend,
damit meine Gedanken und Gefühle nun zum Ausdruck kommen.
Alpträume werden erneut diese Nacht schmücken,
Angst wird mein Herz zerreißen,
Verzweiflung meine Seele zerstören.
Wenn ich doch bloß wüsste,
was tun...

 

 

-_- ihr kennt mich? -_-

du denkst du weißt wer ich bin und du kennst mich,
doch ich sage es dir da täuscht du dich,
du weißt wie ich rede und meinst zu verstehen was meine worte dir sagen,
aber ich gehöre nicht zu den menschen die sich andauernt beklagen,
nach aussen wirkt alles toll und schön,
aber was in mir vorgeht kannst und wirst du niemals verstehen,
wenn du mich fragst wie es mir geht,
und wie's um mich steht,
sag ich mir gehts gut,
das willst du doch hören,
es ist dir doch eh sch***egal was los ist,
würde ichs dir sagen würdes dich nichtmal stören,
es von mir zu hören,
was mit mir los ist und wie ich mich fühle,
von alleine wirst du es nie merken wie ich mich in meinen problemen wühle,
also frag doch nicht andauernt!
ich werde dir eh nichts sagen!
werde mich nicht bei dir über die welt beklagen!
auch wenn meine probleme noch so in den himmel ragen!
irgendwann verrecke ich eh dran,
sodass mir keiner mehr helfen kann,
und was ist dann?
da steht ihr dann,
habt keinen plan,
was mit mir war und ist,
dann kommt ihr auf einmal alle angepisst,
und macht euch gedanken,
über mich und meine probleme,
die euch vorher noch sch***egal waren,
doch nun ists zu spät,
ich hab meine ruhe,
das einzige was ihr noch von mir habt sind meine sachen und ein paar fotos,
auf mein grab legt ihr blumen: rosen, tulpen, lotus,
ihr weint um mich,
und fragt euch gegenseitig,
seit euch uneinig,
was habt ihr falsch gemacht?
habt vorher nie richtig darüber nachgedacht,
was euch im nachfeld kummer und trauer macht,
doch nun seit ihr aufgewacht,
habts realisiert,
was ist jetzt passiert?
warum ist er tot?
neben ihm lagen glasscherben,
einige von ihnen blutrot,
war er echt so in not?
was wollt ihr dann tun?
ich hab ja keine probleme,
ich kann endlich ruhen!
dann seid ihr mich los,
das habt ihr doch eh nur gewollt,
das alte stück sch***e ist weg,
nicht nur in einem versteck,
er ist verreckt,
freut euch doch!
ihr habt es geschafft,
habt es möglich gemacht,
habt auchnoch seinen letzten lebenswillen gepackt,
feiert euch doch!
aber ihr könnt es nicht,
ihr lest dieses gedicht,
und merkt was ihr angerichtet habt,
ihr habt versagt!
seid stolz auf euch!
ich dachte ich kenn euch und kann euch vertrauen,
kann immer auf euch bauen,
doch ich hab mich geirrt,
war zu verwirrt,
war geblendet von meinen problemen,
ihr habt es ja nie geschafft sie zu verstehen,
ihr werde mich niemals wiedersehen,
wünsche euch noch ein schönes leben,
und dass eure ''freunde'' euch alles geben,
und zu euch stehen,
wir sehen uns in der hölle ihr affen,
dann werdet auch ihr es raffen,
was ihr für eine sch***e habt erschaffen

 

 

hey bitte weine doch nicht,
du kannst doch nichts dafür,
es war das auto mit dem totenkopf auf der tür,
es kam um die ecke ohne auf mich zu achten,
die leute die mich anfuhren lachten,
sie hatten ein gemeines grinsen gesicht und dachten,
es wäre alles nicht so schlimm,
nun liege ich hier im dreck,
es kann nicht mehr lange dauern bis ich verreck,
ich spüre schon meine arme und beine nicht mehr,
das ganze ist doch nichtmal 5 minuten her,
warum geht es so schnell?
ich sehe einen tunnel,
an seinem ende wird es langsam hell,
ich erkenne schwach die gesichter der ärzte,
höre die sirenen der krankenwagen,
ich verspüre unglaubliche schmerzen,
wieviele wohl wegen diesen menschen schon auf der straße lagen?
du sprichst verzweifelt mit mir,
tränen rollen deine wangen runter,
mit schwacher stimme antworte ich dir,
versuche dich aufzumuntern,
du hast doch nichts falsch gemacht,
wenn du das glaubst hast du falsch gedacht,
mein blick wird schwächer,
kann kaum noch etwas sehen,
ich bete zu gott,
hoffentlich wird es dir auch nach meinem tod weiterhin gut ergehen,
und wenn ich nicht mehr bei dir bin weine nicht um mich,
ich schaue von himmel herab und lächle für dich,
du warst das wichtigste in meinem leben,
ich wollte dir noch so viel mehr geben,
aber nun ist es zu spät,
ich merke wie mein geist langsam aus meinem körper geht,
die ärzte schreien und rennen wie wild um mich rum,
aber es hat doch keinen sinn mehr,
der tod kommt mir immer näher,
ich habe keine angst,
hauptsache dir wird es gut gehen,
und irgendwann werden wir uns wiedersehen,
mein atem wird immer leiser,
meine stimme verlässt mich fast komplett und ich werde heiser,
ich wische dir die tränen aus dem gesicht,
lächle dich ein letztes mal an,
ich schaue dir in die augen und frage mich wie es möglich ist,
dass man einen menschen so lieben kann,
du beugst dich zu mir runter,
schlingst deine arme um mich,
mit letzte kraft flüster ich dir zu,
ich liebe dich...



ich lernte euch kennen und freute mich sehr,
doch nun existiert ihr für mich nichtmal mehr,
hab auf euch gebaut,
euch vertraut,
zu euch hoch geschaut,
ihr habt es gewusst,
und wart euch dessen bewusst,
trotzdem habt ihr mich eiskalt ausgenutzt,
ich habs nichtmal gecheckt,
was ihr hinter meinem rücken ausheckt,
habt eure pläne ja auch super versteckt,
habt mir immer alles vorgemacht,
ich hab echt gedacht,
ich bin euch etwas wert,
hab euch teilweise sogar verehrt,
als ich euer wahres gesicht sah war es schon zu spät,
die nähte eurer pläne waren schon fertig genäht,
nur durch nen fehler von euch hab ichs bemerkt,
euer tolles werk,
ich möchte dass ihrs wisst,
ihr habt mich hinterhältig angepisst,
doch ich hatte euch gern,
aus fehlern kann man am besten lernen,
auf eure billigen tricks fall ich nicht mehr rein,
einmal, aber nie wieder NEIN!
kommt nie wieder zu mir,
ich sage es nur einmal jetzt und hier:
ich versuche zu vergessen,
doch verzeihen kann ich es nicht,
habt regelrecht ein loch in mein vertrauen gefressen,
wart ja scheinbar richtig besessen,
mich zu verletzen,
jetzt nennt ihr es petzen,
doch die person hat mir dadurch geholfen,
ich hoffe es wird euch nicht auch einmal so gehen,
doch wenn dann werdet ihr es auch verstehen,
dann würdet ihr daraus lern'n,
an dieser stelle breche ichs ab doch ich sag es noch einmal:
ich hatte euch gern -_-



Immer als sie nach Hause kam, setzte sie sich an den Computer, wählte sich ins Internet ein und blieb solange drin, bis sie ihre Mutter ins Bett scheuchte.
Aber an diesem Tag war es anders, sie hatte sich verliebt.
Es verging kaum eine Minute, wo sie nicht an ihn dachte.
Sie hatte nur seinen Nickname im Kopf und seine Beschreibung. Andauernd dachte sie darüber nach, wie er wohl aussehen würde.
Sie hatten nie so richtig über sich selbst geredet, nie über persönlische Details wie genauer Wohnort oder so.
Sie wusste nur, dass er in Deutschland wohnte, wie sie selbst, aber etwa 400 km weit entfernt: zu weit zum besuchen.
Sie konnte ihm vertrauen, konnte sich loslassen, konnte sich fallen lassen, wenn sie mit ihm chattete, was sie sonst nicht konnte.
In real war sie sehr schüchtern, traute sich kaum etwas zu.
Doch im Chat, wenn sie mit ihm sprach, dann konnte sie sich richtig fallen lassen, und ihren Gefühlen freien Lauf lassen.
Doch dass sie sich in ihn verlieben würde, daran dachte sie nie.
Sie hielt es nicht für möglich, sich in einem Chat zu verlieben, doch nun war es passiert; sie konnte nichts mehr dagegen machen.
Es vergingen einige Tage; sie dachte pausenlos an ihn; war schon öfters so nah dran, es ihm zu gestehen, aber sie schaffte es nie.
Doch dann kam der Tag, an dem sie beschloss, es ihm zu sagen.
Als sie sich nach der Schule an PC hockte, und in den Chat ging, war er nicht da.
Sie wartete lange, doch er kam nicht.
Sonst war er immer da. Jeden Tag um die selbe Zeit.
Doch heute nicht.
Sie hatte keine Ahnung was dazwischengekommen war und befürchtete schon das schlimmste.
Und da kam ihr die Idee, ihre E-Mails nachzulesen.
Sie hatte Post, es war eine E-Mail von ihm.
Als sie den Betreff las, stieg in ihr ein eigenartiges Gefühl auf.
Ein mulmiges Gefül in ihrem Bauch.
Ein Gefühl, dass ihr die luft wegbleiben ließ. Im Betreff stand:
Tut mir leid, ich mag dich nicht!!!

Sie machte die Mail auf...

Na du.....
Es tut mir leid, ich hätte es dir viel eher sagen sollen, hätte es niemals so weit kommen lassen dürfen. Ich bin nicht der, den du denkst.
Ich bin nur ein gewöhnlicher Mensch, kann mit dir ehrlich gesagt nichts anfangen. Ich habe dich die ganze Zeit nur belogen.
In Wirklichkeit wollte ich nur jemanden verarschen. In Wirklichkeit kann ich dich nicht leiden. Du mit deinem ewigen gejammer, du, mit deiner völlig abartigen Sicht zum Leben und allem.
Ich habe mitgespielt, weil es das war, was du wolltest. Aber ich kann dich nun mal nicht leiden, deswegen werde ich dich jetzt in Ruhe lassen.
Das ist das letzte was du von mir hörst.
Sie konnte es nicht glauben.
Jedes Wort fühlte sich so an, als würde ein Messer in ihr Herz stechen.
Es tat so fürchterlich weh, als sie das las.
Die Tränen konnte sie nicht mehr zurückhalten.
Sie rollten über ihre Wangen, bis zum Kinn.
Es fühlte sich an, wie Dornen die sich in sie hineinfraßen.
Sie war alleine daheim; zum Glück. So hätte sie sich nicht getraut, aus dem Zimmer zu gehen.
Und das Weinen konnte sie auch nicht unterdrücken.
Es kam aus ihr heraus, als hätte sie seit Jahren nicht mehr geweint.
Sie hatte das Gefühl, als würden diese Worte alles in ihr zerstören, verbrennen.....
Sie wollte nicht mehr.
Er war die einzigste Person, der sie vertraut hatte.
Doch es war alles nur Show...
Er war nicht real, diese Person die sie liebte, hasste sie.
Sie wollte nicht mehr leben.
Alles, woran sie geglaubt hatte, war eine Lüge.
Und das schlimmste war immer noch, das er es ihr so sagen musste.
Er hätte es auch anders tun können...
Aber wieso so??
Und wieso gerade sie, und nicht eine andere naive Chatterin?
Sie sah nicht mehr richtig, ihre Augen waren voller Tränen.
Und in ihr brannte es förmlich.
Sie konnte sich noch daran erinnern, dass ihre Mutter einmal Schlaftabletten gekauft hatte.....
Im Bad mussten sie sein, wie vor einigen Tagen auch noch, als sie sie per Zufall gefunden hatte.
Sie setzte sich wieder an den PC, vor ihr der Posteingang- Keine neue Nachrichten....
Der Deckel des Röhrchens ploppte weg, als sie es aufmachte.
Da waren einige weiße Tabletten.
So klein und doch so gefährlich.
Sie nahm sich eine raus und schluckte sie.
Es war eckelhaft; es schmeckte fürchterlich bitter, aber die Tablette verschwand sofort in ihrem Magen.
Der Rest kann ja nicht schlimm sein, gleich ist es ja eh vorbei dachte sie, und schluckte den rest der Tabletten auch.
Wie lange sie da saß und auf Post von ihm wartete, konnte man nicht sagen. es mussten Stunden gewesen sein.
Ihr Kopf wurde immer schwerer, die Augenlieder waren so schwer wie Blei.
In ihrem Magen brannte es, doch sie spürte es nicht mehr.
Alles war wie durch Watte gedämpft.
Der Kopf sank auf die Tastatur, ihre Augen schlossen sich...
Das Herz wurde immer langsamer, alles schlief ein.
Für immer.
Man fand sie am nächsten Morgen.
Tot vor dem PC, in der Hand das leere Röhrchen.
Und auf dem Bildschirm, eine Nachricht. Irgendwer von den Ärtzen musste sie geöffnet haben. Darin stand:
Huhuuuu!!!
Gott, was hat den mein Bruder für`n Mist geschrieben? Tut mir leid, ich habe das nicht geschrieben... Glaub mir bitte.... Ich könnte dir niemals weh tun....
Denn ich liebe dich.....



"Binka, komm her! Komm her, Binka!", lockte Alissa ihre Hündin.
Binka bellte und wedelte mit ihrem Schwanz. Sie lief zu Alissa und sprang sie an.
"Sitz, Binka!", befahl Alissa lachend.
Binka setzte sich und winselte.
Alissa kniete sich zu ihr und streichelte sie.
"Alissa, komm rein, Essen ist fertig!", ertönte die Stimme von Alissas Mutter.
"Warte hier, Binka, ich bin sofort zurück", sagte Alissa und lief ins Haus.
Plötzlich lief eine Katze über die Straße und Binka lief ihr nach.
Sie wollte der Katze nichts tun, sie wollte nur spielen.
Doch da passierte es; ein Auto fuhr rasend schnell durch die Straße und ... ein lautes Aufjaulen war zu hören.
Alissa lauschte einen kurzen Moment und lief dann aus dem Haus.
"Biiinka!", brüllte sie und lief auf die Straße zu ihr. Alissas Mutter lief zu dem Fahrer des Autos und beschimpfte ihn mit allen möglichen Wörtern.
Alissa kniete sich über Binka. Binka winselte leise.
"Alles wird Gut, Binka, alles wird gut", flüsterte Alissa und die Tränen liefen ihr still die Wange herab.
Binkas treuen Augen sahen Alissa traurig an. Alissa strich Binka über den Kopf.
Sie hob die kleine Hündin vorsichtig hoch und legte sie in die grüne, weiche Wiese.
"Verlass mich nicht, Binka, bleib bei mir ...", flehte Alissa Binka leise an.
Alissa beugte ihr Gesicht ganz nahe zu Binkas Kopf. Binka leckte Alissa vorsichtig über die Wange.
Dann schloss Binka die Augen.
"Binka? Binka ...?", fragte Alissa leise. Sie schüttelte die Hündin vorsichtig.
Doch binka öffnete die Augen nicht wieder. Binka war tot. Alissa legte sich neben sie und und strechelte sie weinend.
Alissas Mutter hatte währenddessen die Polizei gerufen und diese hatte en Raser festgenommen, da er sehr viel Alkohol getrunken hatte.
Alissas Mutter versuchte alles, um Alissa zu beruhigen und zu trösten, doch Alissa wollte mit Binka alleine gelassen werden.
"Bist du jetzt an einem besseren Ort, Binka ...? Passt du trotzdem noch auf mich und Mama auf ...?", fragte Alissa leise und wurde von dem schluchzen geschüttelt.
Mindestens zwei Stunden lag Alissa mit Binka im Arm so dort. Bis Alissas Mutter kam und sie von Binka wegzerrte.
Alissas Mutter schickte Alissa zu einer Tante und begrub Binka im Garten, damit Alissa nicht noch mehr weinte.
Als Alissa zurück kam, schmückte sie Binkas Grab. Sie kniete sich zu dem Grab hinab und flüsterte noch weinend:
"Binka, ich werde dich nie vergessen. Du hattest ein Herz aus Gold."



"Wilkinson Sword" stand auf den Papier. Ganz vorsichitg wickelte ich
die Rasierklinge aus. Sie war neu und scharf genug - oder auch nicht.
Irgendwann werde ich sie brauchen und dann muss ich mir sicher sein, dass
sie ihren Zweck erfüllt.
Jetzt, in dieser grossen Wut könnte ich sie einmal ausprobieren, meine
Hemmschwelle war gesunken. Trotzdem ging ich es vorsichtig an. Ein
kleiner Schnitt in den Arm, sofort floss Blut aus der frischen Wunde. Es
war von einem wunderschönen rot - mir gefiel es. Der Schmerz ermöglicht
zu vergessen, wenn auch nur für kurze Zeit. Ein zweiter kleiner Schnitt.
Es tat einfach nur gut. Dieses Gefühl, es füllte mich ganz aus, die
Leere in mir verschwand. Da war nur der Schmerz und dieses
unbeschreibliche rot. Blut habe ich manchmal als synonym für Leben gesehen. In diesen
Augenblick kam in mich das Leben. Ich hielt die Luft an und schloss die
Augen. Die Rasierklinge fühlte sich kalt auf der Haut an. Messerscharf
schnitt sie in meinen Arm. Einen kleinen Moment konnte ich in die
tiefe, klaffende Wunde sehen. Dann füllte sie sich auch schon mit Blut, er
strömte nur so aus mir heraus, rann über meinen Arm in das Waschbecken,
in den Ausguss. Mein Blut, mein Leben, aus der tiefen Wunde, an die
mich ewig eine Narbe erinnern wird.
Ja, die Klinge war scharf, scharf genug....
Ich weiß nicht woher es kommt, sagt Lena.
Ich weiß nicht, warum ich es tu, sagt Lena.
Sie schaut auf die alte Schere, die auf dem Tisch neben ihr liegt.
Leere ist in ihren Augen zu erkennen.
Sie ist ganz alleine und greift, wie so oft, zu ihrem Schrenk um die
scharfen Rasierklingen zu suchen, die sie dort schon Jahre
lang versteckt hält, ohne das es jemand bemerkt hat.
Tränen steigen in ihre Augen und kullern leise ihre weiche Haut
hinunter.
Das bekommt sie garnichtmehr richtig mit.
Ihre Hand zittert, als sie eine neue, scharfe Klinge aus ihrer
Verpackung
zieht.
Schon so oft, hatte sie es gemacht.
Schon so oft, war alles gut gegangen.
Schon so oft wurde sie auf die Narben angesprochen,
doch sie schwieg.
Vorsichtig setzt sie an.
Am Hals, wo es ihr am besten gefällt.
Schmerz fühlt sie keinen.
Immer mehr,
immer tiefer
und immer schneller,
ritzt sie sich an Hals und Armen.
Es ist eine Sucht.
Von ihr kommt sie nicht mehr los.
Innerhalb 20 min.
hat sie sich schon fast 600 mal geschnitten,
doch sie merkt nichts.
Nur ein befreiendes Gefühl.
Dieses rot.
Fantastisch.
Einfach wundervoll.
Und erneut schneidet sie sich.
Erst wenn es ihr besser geht, hört sie damit auf.
Dann kommt der Schmerz.
Ein schreckliches stechen, doch Lena macht es nichts aus.
Sie nimmt es nicht mehr richtig war.
Es ist für sie wie ein Traum, ausdem sie nie wieder aufwachen wird
Als Laura das sah, stockte ihr der Atem. Alles verkrampfte sich in ihr.
Sie sah, wie der Bildschirm langsam vor ihrem Augen in den Tränen
verschwamm und sie nur noch vage die Buchstaben, die ihr gesamtes Inneres
gerade ausgelöscht hatten, erkennen konnte.
„Ich kann nicht mehr“.
Das waren doch nur ein paar zusammengesetzte Buchstaben, wie konnte man
deswegen ein ganzes Leben an sich vorbeirauschen sehen?
Wie konnte man deswegen denken, alles sei vorbei?
Wie konnten ein paar Buchstaben die Freude und die Glücklichkeit der
letzten 8 Monate einfach so zerstören?
Fragen über Fragen. Keine Antworten. Nur Fragen. Laura nahm die nächsten Sätze kaum wahr.
Lina, Steffi und Katja versuchten, sie zu trösten. Das sah ihnen mal
wieder verdammt ähnlich. Trösten, alle waren ja soo gute Freundinnen von
ihr, und alle hatten sie ja soo lieb!!
Laura wusste, was sie von denen zu halten hatte. Am Anfang, da war es
noch lustig gewesen, da hatte sie noch Spaß daran gehabt, jeden
Nachmittag den Computer anzustellen und die Namen zu lesen, zu chatten, sich zu
freuen, und, ja, und wegen Daniel.
Daniel.
Daniel.
Daniel.
Das war das einzigste, was Laura in diesen Augenblicken denken konnte.
Nur an Daniel. Es schien ihm nicht schwer zu fallen, diese Sätze zu schreiben. Weit
hergeholte Erklärungen, oder besser Sätze, die sie ruhig stellen sollten.
Ja keine Panik aufkommen lassen, alles war sowieso schon schlimm genug
für sie. Erst der Tod ihres Hundes, dann die verflossene Freundin und nun machte
auch noch Daniel Schluss.
Als das mit Senta war hatte sie ja schon an Selbstmord gedacht, aber
Daniel und Lina und Steffi und Katja konnten sie noch davon abhalten.
Dann hatte Carina auf einmal auch besseres zu tun, und ließ Laura
allein. Allein mit ihren Problemen.
Und jetzt?? ... Jetzt dieser Nachmittag. Alles war so schön gewesen, wieder im Chat,
wieder zusammen mit ihren Freunden und Freundinnen, Daniel war auch da.
Ihr Daniel. Er gehörte doch ihr, er konnte doch nicht einfach so sagen
„Aus“, das ging doch nicht.
Sie hatten sich doch in den Nächten, in denen sie telefoniert haben,
die ewige Liebe geschworen.
Und jetzt?? Jetzt weinte Laura. Daniel weinte auch, aber es tat ihm nicht Leid. Er weinte, weil er es
doch so niedlich fand, wenn Laura weinte. Sie hatte oft mit ihm am
Telefon geweint. Immer diese kindliche Naivität, das machte sie aus. Wenn
man sie hörte, da hatte man sofort das Gefühl, man hat es mit einem
kleinen und zerbrechlichen Wesen zu tun, das man in den Arm nehmen muss, und
man musste aufpassen, dass es nicht zerbrach.
Laura, sie spielte immer die Rollen des kleinen Vogels, der aus dem
Nest gefallen war und nicht wieder hereingekrochen kam, aus Angst, oder
viel mehr aus fehlender Kraft. Kraft, die sie jetzt auch nicht mehr hatte.
Sie saß in der Wohnung vor dem Computer und starrte immer noch auf den
Satz, auf den Satz, nur auf den Satz.
Auf den Satz, der ihr Leben mit einem Schlag veränderte. Dass Lina und
Steffi und Katja da waren, das bemerkte sie gar nicht mehr. Sie sah
ein, dass sie sich die ganze Zeit etwas vorgemacht hatte. Die Liebe übers
Internet. Und das sollte gut gehen?
8 Monate war es gut gegangen.
8 Monate. Und jetzt?? Jetzt war es aus. Aus mit den 8 Monaten, mit dem Chatten, dem
Telefonieren und mit Daniel. Daniel... Wie schön der Name doch klang. Daniel...
Bei Laura gingen alle Gedanken mit ihr durch. Sie konnte nicht mehr
länger mit anhören, wie die anderen versuchten, Daniel fertig zumachen und
sie zu trösten. Es war doch sowieso alles nicht ernst gemeint. Die
waren doch alles Lügner. Und Daniel erst Recht. Nur ein Lügner. Ohne
richtig zu wissen, was sie tat, schaltete sie den Computer aus.
Sie stand auf und ging in ihr Zimmer. Tränen liefen über ihre Wangen
und sie wusste nicht, wer sie war, was sie machte, was das Leben sollte.
Als sie aus dem Fenster sah, erkannte sie Schnee. Weiße dichte Flocken,
die vom Himmel kamen und die Straßen und Häuser, Bäume und Büsche in
ein wunderschönes weiß tauchten. Laura liebte den Schnee. Das hatte sie schon immer getan. So schön weiß
und kalt. Doch viel mehr liebte sie Daniel. Er war ein Lügner, und doch liebte
sie ihn. Dazu waren die letzten 8 Monate zu schön gewesen. Sie liebte ihn
noch genauso wie am ersten Tag.
Seitdem war viel passiert. Der Streit, die große Versöhnung, und dann
das Treffen. Den weiten Weg hatte sie in Kauf genommen, er war ihr egal gewesen. Die
Zugkosten, auch egal, alles egal, das einzig Wichtige war ihr, dass sie
ihn endlich traf. Ihren Daniel. Dass sie ihn endlich mal umarmen und
küssen konnte, nicht nur über das Internet sagen konnte dass sie ihn
liebte, sondern ihm das ins Ohr flüstern. das war schon lange ihr großer
Wunsch gewesen. Bald würde er Wirklichkeit werden.
Die Begrüßung am Bahnhof war filmreif gewesen. Sie waren aufeinander
zugerannt, sie hatte sich um seinen Hals geschwungen und er hatte sie um
sich im Kreis geschwungen. Dann hatten sie sich geküsst. Zum ersten
Mal. Und seit diesem einen Kuss wusste Laura, dass Daniel ihr Daniel war. Er
durfte nie Schluss machen, und das hatte er auch gesagt. Für immer
zusammen, für immer ein Paar.
Und jetzt??
...
Jetzt sah Laura zu, wie es schneite. Und sie weinte. Und sie wusste,
sie konnte auch nicht mehr. Genau wie Daniel es vor einigen Minuten -oder
waren es schon Stunden, in denen sie am Fenster saß?- gesagt hatte...
Alles Leid der letzten Zeit staute sich in ihr auf und sie wusste, sie
musste etwas unternehmen. Ohne Freundin, ohne Hund, ohne Daniel
weiterleben, eine unvorstellbare Vorstellung. Bei dem Gedanken musste sie an
Daniel denken. Er hatte diese Widersprüche in Lauras Sätzen immer so süß
gefunden. Eine unvorstellbare Vorstellung.
Das bewies mal wieder, dass Lauras Lebens nur aus Daniel bestand.
Alles, was sie machte, alles, was sie tat, alles, was sie dachte erinnerte
sie an ihn. Und an die 8 Monate.
Ohne zu wissen, wohin, ging sie hinaus. In den Schnee. Sie lief und
lief und weinte dabei weiter. Dass die anderen Leute sie dabei anstarrten
machte ihr nichts aus. Es würde nichts an ihrem Entschluss ändern.
Laura lief, bis sie zur Brücke außerhalb der Stadt kam. Niemand sonst
war hier, außer Laura und dem Schnee.
Völlig außer Atem kletterte sie den Baum, der am Wegrand stand, hinauf.
Die Äste waren nass und glitschig vom Schnee. Ihre Hände glitten an den
Ästen ab. Ihre Hände wurden noch kälter als sie eine Stelle auf einem
der oberen Äste vom Schnee frei wischte. Es kamen Buchstaben zum
Vorschein. D A N I E L. Und darum ein Herz.
Das hatte sie hier eingeritzt, als sie sich so sicher war, dass nichts
sie auseinander bringen könne.
Und jetzt?? Ihre Tränen fielen auf den Baum und der Schnee schmolz an den Stellen,
an denen sie aufkamen. Mit zitternden Händen befreite sie auch den Stamm von Schnee. Ob es
noch da war? Ihre Finger fühlten die raue Rinde. War es etwa weg? Und war das Messer
noch da? Nein, sie sah das große Astloch im Stamm. Sie griff hinein und zog ein
Messer heraus. Der Griff war schon durchnässt und modrig, die Klinge
noch einigermaßen scharf und sauber.
Sie rieb es an ihrer Jacke ab und betrachtete es. Ihre Mutter hatte es
ihr einmal geschenkt. Damals hatte sie darauf bestanden, ein Messer zu
bekommen, weil sie doch so gerne schnitzte. Hätte ihre Mutter gewusst,
was sie einmal damit vorhatte, hätte sie es wohl nicht gekauft...
Laura nahm es so fest es ging in die Hand und strich nun das Herz mit
den sechs Buchstaben durch. Die Rinde war festgefroren, doch mit einiger
Kraft gelang es ihr, zwei Striche durch den Namen zu ritzen. Zufrieden
sah sie ihr Werk an. Ihr kamen wieder Tränen, doch diesmal waren es
Tränen aus Wut. Wie hatte Daniel das ihr bloß antun können?
Sie rutschte ab, als sie versuchte, den Baum wieder hinunterzuklettern.
Gott sei Dank war er nicht allzu hoch und ihr passierte nichts. Gott
sei Dank? ...
Ob ihr jemand nachtrauern würde? Vielleicht ihre Mutter. Oder Lina,
Steffi und Katja. Aber das meinten die sowieso nicht ernst.
Sie dachte noch etwas weiter darüber nach, als sie das Messer ansetzte.
Tief schneiden, sonst überlebte man. Und längs, nicht quer.
Laura schnitt längs und tief.
Rotes Blut sickerte in den Schnee. In den Schnee, den sie so liebte...
Daniel fing an zu weinen, als er die rote Rose auf den Sarg legte.
Als der Sarg mit Erde bedeckt wurde, fing es sanft an zu schneien...
"Was man tief im Herzen besaß,
kann man auch durch den Tod nicht verlieren."



Entsetzt schaute er auf seine Arme. Sie waren mit tiefen blutigen Striemen übersäht.
Die rote Flüssigkeit kam immer stärker aus den vielen Schnittwunden. Was hatte er da bloß getan?
Das Messer fiel ihm schwach aus der Hand und landete mit einem metallischem Klonk auf dem Tisch.
Dieses Geräusch schien für ihn so weit weg, er konnte es kaum hören.
Er dacht an die Befriedigung, die er verspürt hatte, während das Messer tief ins Fleisch schnitt, aber jetzt war da kein Gefühl mehr, nur noch Leere.
Er spürte einen Kloß in seinem Hals und eine einzelne Träne rollte seine linke Wange hinunter. Traurig stand er auf und ging zum Fenster und drehte den Griff.
Ein Blutstropfen fiel herab und hinterließ einen dunkelroten Fleck auf dem Teppich. Sein Abschiedsgruß! Er war überrascht wie leicht sich das Fenster öffnen ließ,
er hatte gedacht, dass man es ihm , wie in seinem ganzen Leben auch an seinem Ende schwer machen würde. Mühelos, aber schwermütig kletterte er auf das Fenstersims
und starrte ein letztes Mal auf die 10 Stockwerke tiefer liegende Straße. Ein vertrautes Bild.
Das letzte vertraute Bild vor der Ungewissheit in die er springen würde. Nein! Noch einmal erhob er seinen Blick und sah einen einzelnen Vogel vorbeifliegen.
Ohne eine Veränderung der Körperhaltung ließ er sich nach vorne fallen, dass erste Mal in seinem Leben, dass er Mut gehabt hatte. Es war ein seltsames Gefühl als kein Boden mehr da war.
Bevor der Tod ihn aus den Klauen des Lebens entriss liefen alle seine Gedanken, wie im Film noch einmal an seinem inneren Auge vorbei.
Er dachte an seine Eltern, seinen Vater, seiner einzigen wirklichen Bezugsperson, der vor einem Monat gestorben war, sein alkoholsüchtige Mutter, er war sich nicht einmal sicher, ob sie es überhaupt wahrnehmen würde,
dass er nicht mehr da war.
Er dachte an seine Freunde, die wenigen die er hatte, waren entweder drogensüchtig, klauten, oder er war für sie nur Spielzeug gewesen.
Er dachte an die Schule, die Schule mit all den gewalttätigen Schülern, den manipulierbaren Schülern,
wie er und den Lehren die Spaß daran hatten die manipulierbaren zu quälen und selber von den gewalttätigen manipuliert wurden.
Er dachte an Samantha, einer der wenigen Lichtblicke in seinem dunklen Leben, leider war er immer zu schüchtern gewesen sie anzusprechen.
Er dachte an ihre Schönheit, ihre braunen, samtweichen, langen Haare, an ihre glühenden, aber trotzdem milde Augen, an ihre Lippen, ihre wunderschönen vollen, roten Lippen, an ihre....
Plötzlich prallte er auf. Mit dem Kopf zuerst. In dem Bruchteil der Sekunde bevor der Schmerz einsetzte, dachte er noch, dass die Welt so gegen ihn war, dass er nicht mal den schönsten Gedanken den er je gehabt hatte zuende denken durfte.
Die Schmerzen kamen mit unberechenbarer, unvorstellbarer Kraft. Zwei- oder dreimal wand er sich noch auf der leeren Straße. Keiner sah es. Dann wurde es dunkel. Der Schmerz stoppe plötzlich und er fühlte sich am ganzen körper taub und
schwach. Sein Herz hörte auf zu schlagen. Es war vorbei...



Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die
Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner
Spaziergang vor dem Urlaub - Hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am Straßenrand gehalten.
Die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief,
bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte,
um ihn dir zu bringen.
Als ich zurückkam, warst du nicht mehr da!
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden,
aber ich wurde immer schwacher. Ich hatte Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.
Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr.
Aber du bist nicht gekommen.
Dann wurde mein Käfig geöffnet, nein, du warst es nicht -
es war der Mann, der mich gefunden hatte.
Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod.
Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen, ich will, dass du weißt, dass ich mich trotz
allen Leidens, das du mir angetan hast, immer noch an dein Bild erinnere.
Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte -
ich würde auf dich zulaufen, denn ICH HATTE DICH LIEB!!!!

 

Das kleine Mädchen

Ich lief einst die Straße entlang. Auf einer Mauer sah ich ein kleines Mädchen sitzen. Es weinte. Ich fragte mich was mit ihr sei. Ich blieb stehen und sah sie an. Das kleine Mädchen blickte nicht zu mir hoch, sondern starte auf den Boden. Ich nahm all mein Mut zusammen und fragte sie warum sie weinte. Sie schaute mir direkt in die Augen. Sie waren verquollen vom vielen weinen. Ich sah sie immer noch mit fragendem blick an. Ich stand direkt vor ihr. Sie viel mir in die Arme und weinte hemmungslos weiter. Nach einer guten Stunde fragte ich sie noch einmal was passiert war. Nun gab sie mir eine antwort auf meine Frage. Ihr Vater, sagt sie, habe sie geschlagen. Warum, wollte ich wissen.
„Weil, ich seine Tochter bin.“ Sagte sie. Ich schaute sie fassungslos an. „Gibt es denn keine Grund?“ fragte ich. Sie schüttelte nur den Kopf. „Wie heißt du?“ wollte ich wissen. „Anna. Und du?“ „Simone“ ich neigte meinen Kopf nach vorn, so dass meine Haare in mein Gesicht vielen und sie es nicht mehr richtig sehen konnte. „ist kein schöner Name. Ich würde viel lieber Sam heißen.“ „Ich find, dass er zu dir passt. Genauso wie deine braunen Augen. Wie alt bist du, Sam?“ Sie war der erste Mensch in meinem leben, der Sam zu mir gesagt hatte. Ein Lächeln huschte von mir zu ihr. „ Ich bin 14 und du kleiner Engel?“ Sie hatte blaue Augen und blondes Haar. So stellte ich mir als kleines Kind immer die Engel vor, als ich sie sah viel mir das sofort wieder ein. „ Ich bin 12. Jeder sagt immer Engel zu mir. Willst du mal meine Arme sehen?“ Ich wusste nicht was sie damit meinte und nickte. Sie krempelte ihre weiße Bluse hoch und zeigte mir ihren weißen Arm. Ich erstarte förmlich. Auf ihrem Arm waren lauter Narben und Wunden. Kleine und große. Ich konnte nichts sagen war einfach nur geschockt. Ich glaube sie hat es gemerkt, denn sie fragte mich: „Du willst sicher wissen, warum ich das gemacht habe. Stimmt’s?“ ich nickte nur knapp und starrte wieder auf ihre Narben. „Weißt du wenn mein Vater mich schlägt, dann hab ich immer so ne Wut, die ist so unbeschreiblich. Ich weiß nie wie ich sie raus lassen kann.“ „Also schneidest du dich selbst! Obwohl du deinen Vater schneiden willst stimmt’s?“ „Ja, so ist es. Ich mein er ist aus dem gleichen Fleisch und Blut wie ich und so vergisse ich unser gleiches Blut.“ „Hm“ faste mir ein Herz und schaute ihr in die Augen, „willst du nicht damit auf hören? Ich mein, es bringt dir ja am ende nichts und du verletzt dich total schlimm und deine Narben bleiben.“ Sie schaute zu Boden, sprach kein Wort. Es kullerten wieder Tränen. „Es tut mir leid. Ich wollte dich nich irgendwie verletzen.“ „Ist schon okay. Wenn du’s nicht gesagt hättest wer dann?“ Ich zuckte mit den Schultern. Schaute auf die Uhr, ich erschrak. Es war schon kurz nach zehn vorbei und ich musste um neun zuhause sein. „Sorry, aber ich muss jetzt leider gehen. Bin schon viel zu spät dran. Gehst du nach Hause?“ „ Nein, um Gottes willen. Nein. Da ist nur wieder mein betrunkener Vater, der mich dann wieder verprügelt. Nein nach hause bringen mich keine zehn Pferde.“ „willst du zu mir?“ fragte ich Anna. Sie schüttelte ihren Kopf, dabei wehten ihre Haare ins Gesicht. „ Nein, ich denk dass ich so um zwölf nach Hause geh. Aber kannst du mir vielleicht ein- zwei Euro geben? Ich will mir was zu essen kaufen.“ Ich gab ihr stumm ein zwei Eurostück und verabschiedete mich von ihr.
Ich rannte nach Hause. Schloss die Tür auf und trat ein. „Hallo. Bin wieder da!“ schrie ich die Treppen hoch. Bekam jedoch keine antwort.
Zock meine Schuhe und meine Jacke aus und lief die Treppen hoch ins Wohnzimmer. Keine war zuhause. Ich wollte gleich in mein Zimmer. Lief also noch mal zwei Stockwerke hoch.
Als ich in meinem Zimmer ankam. Machte ich mein Fenster auf und zündete mir erst mal eine Zigarette an. Lies mich auf meinen Schreibtischstuhl fallen und dachte über Anna nach. Was musste sie schon alles erleben, dachte ich. Ihr Vater schlug sie und sie sich schnitt ihre Arme auf.
Machst du doch auch, sagte eine kleine Stimme in mir. Aber sie ist doch erst zehn. Na und!?! Früh übt sich.
In meinem Kopf entstand ein richtiger Streit und er wollte einfach nicht mehr auf hören. Da sagte die Stimme wieder: Na hab ich dich wieder soweit getrieben? Mir standen die Tränen in den Augen. Ja, dass hast du, dachte ich. Mein Messer lag vor mir, doch wollte ich es nicht benützen. Nicht schon wieder. Faste es nicht an. Ließ es liegen. Ich malte mal wieder. Ich dachte immer wieder an Anna. Ich hätte sie nicht allein lassen dürfen. Ich schaute auf die Uhr. Es war kurz nach elf, ich dachte mir das sie noch nicht nach Hause gegangen war. Ich stand auf und rannte die Treppen hinunter. Zog meine Schuhe und Jacke an und rannte zu der Mauer wo ich Anna das erste Mal gesehen hatte. Sie sah’s wieder da und weinte. Sie hörte meine Schritte und sah auf. Ich holte aus meine Tasche, die ich im Treppenhaus noch schnappen konnte, ein Taschentuch raus und gab es ihr. Sie lächelte, das erste Mal. Sie is doch ein Engel, dacht ich. Und nun lächelten wir beide.
Ich setzte mich zu ihr und nahm sie in den Arm.
„Wieso bist du wieder gekommen?“ fragte Anna mich. Ich dachte nicht lange nach und sagte: „Du ließt mir einfach keine Ruhe.“ Sie seufzte und rutschte auf der Mauer hin und her. „Hast du viele Freunde?“ fragte ich sie. „Nein, nicht wirklich. Ich bin lieber allein. Und du Sam?“ „Hm,“ ich wusste nicht was ich sagen sollte, „ja eigentlich schon. Ich hab nur einen besten Freund und die anderen sind mir nicht so wichtig wie er.“ „Bist du mit ihm zusammen?“ Ich schüttelte den Kopf und schaute ihr ins Gesicht. Sie hob ihre Brauen und senkte sie wieder. Sollte wohl heißen das sie’s verstand. Wir sasen eine ganze weile so da und redeten kein Wort. „Ich werde mal gehen. Sonst bekomme ich wieder prügel.“ Ich nickte. „Wo wohnst du eigentlich?“ wollte ich wissen. Sie zeigte auf ein graues Hochhaus. Es war hässlich, dachte ich. Sie muss wohl an meinem Blick gemerkt haben, dass ich es nicht hübsch fand, da wo sie wohnte. „Ja, es ist nicht sehr hübsch. Es ist sogar richtig hässlich, aber es reicht mir. Wenn ich 16 bin zieh ich sowieso aus.“ Ein Triumphierendes Lächeln machte sich auf ihrem Gesicht breit. „Also dann,“ wir umarmten uns, als ob wir uns schon ein Leben lang kannten. Ich schaute ihr nach und rief noch „Kannst dich ja mal bei mir melden.“ Doch sie war schon in der Haustür verschwunden. So ein Mist jetzt weiß ich nicht mal wie sie mit Nachnamen heißt, dachte ich ärgerlich. Schaute wieder auf die Uhr und rannte wieder nach hause. Ich fragte mich wo meine Eltern waren. Ich zuckte nur mit den Schultern und ging wieder in mein Zimmer. Dort angekommen schmiss ich meine Tasche auf mein Sofa und setzte mich an meinen Schreibtisch. Malte noch ein wenig und ging dann schlafen.

Am nächsten morgen wachte ich schon sehr früh auf. Ein unbeschreiblicher Lärm kam vom Wohnzimmer aus. Meine Eltern stritten sich mal wieder, dachte ich. Richtete mich auf und schaute in meinem Zimmer umher. Es war mal wieder nicht aufgeräumt, aber so fühle ich mich am wohlsten. Schließlich setzte ich langsam ein Bein nachdem anderen auf den Teppichboden und lief zu meinem Radio und macht erstmal ein Lied von Linkin Park rein, setzte mich auf mein Sofa und lauschte der Stimme von Chester, dem Frontsänger. Ich mochte Linkin Park.
Es war ein schöner Samstagmorgen. Doch in mir war ein reinstes Schneegetümmel. Meine Gedanken ließ ich immer wieder um Anna kreißen. Was sie jetzt wohl machte, dachte ich. Atmete einmal tief ein und lief die Treppe hinunter um ins Bad zukommen. Schloss die Tür hinter mir ab und betrachtete mich im Spiegle. Wie hässlich ich doch war. Augenringe, Pickel, trockene Haut, mein Hals viel zu dick und lang. Von meinem restlichen Körper fange ich erst gar nicht erst an, dachte ich. Machte mir einen Zopf und drehte den Wasserhahn auf. Wusch mir das Gesicht gründlich, damit auch das letzte Sandkorn aus meinen Augen verschwand. Richtete mich wieder auf und schloss die Tür auf. Stand kurz regungslos im Türrahmen. Ein fremder Mann stand vor mir. Er grinste mich an und sagte: „Hallo, du musst die Tochter von Berend sein. Ich bin Jürgen.“ Ich starrte ihn immer noch an und ließ nur ein knappes ‚Hallo’ von mir hören. Lief wieder in mein Zimmer und stellte mich vor den Spiegel. Wer war dieser Jürgen, wollte ich wissen. Ich erschrak als ich mich im Spiegel ansah. Ich hatte nur ein T-Shirt und eine knappe Hotpan an. Oh mein Gott, so hatte er mich gesehen. Ich zog mir einen zu großen Pulli und eine Jogginhose an. Schaute noch ein Mal in den Spiegel und dachte laut: „So wird er nichts mehr von meinem Körper sehen.“ Zufrieden lief ich barfüßig die Treppe ins Wohnzimmer hinunter. Begrüßte meine Eltern und ging in die Küche um mir mein Frühstück zu machen. Jürgen war also schon gegangen. War ich so lang in meinem Zimmer gewesen? Nahm einen Schluck von meinem Kaba und setzte mich an den Esstisch, im Wohnzimmer. „Papa, wer war den dieser Jürgen?“ wollte ich von meinem Dad wissen. „Jürgen ist ein Arbeitskollege von mir, war zufällig in der Gegend und wollte mal kurz ‚Hallo’ sagen. Bist du ihm begegnet?“ Ich nickte: „Ja, ich bin grad aus dem Bad gekommen. Da stand er vor mir und hat sich vorgestellt.“
„Er ist schon vor zwei Stunden gegangen. Warst du wieder in deinem Zimmer?“ Ich nickte wieder, nahm einen großen Schluck und dachte, oh man war ich wieder so lang in meinem Zimmer gewesen ohne das ich es gemerkt habe. Das passiert mir zur Zeit viel zu oft. Es kommt mir meistens vor wie 5 Minuten dabei bin ich fünf Stunden in meinem Zimmer. Ich muss mal mit jemanden drüber reden, nahm ich mir vor. Doch mit wem? Alex hatte in letzter Zeit auch viel zu viele Probleme und noch mehr will ich ihn auch nicht belasten. Mir viel keiner mehr ein mit dem ich wirklich drüber sprechen konnte. Vergas es auch als das Telefon klingelte. „Simone Jakobs?“ sagte ich in den Hörer. „Hi, ich bin’s Alex.“ Grad hab ich noch an ihn gedacht und schon ruft er mich an. Ich grinste und lief in mein Zimmer. „Wie geht’s dir?“ fragte ich ihn. „Nich so gut.“ „Was is passiert?“ „Ich weiß auch nich, mir wird grad alles zu viel. Hab mal wieder Streit mit meinem Mom.“ Er hörte sich komisch an als ob er grade einen Frosch verschluckt hatte. Ich wollte ihn in den Arm nehmen doch ging das schlecht. „Und wie geht’s dir?“ kam die frage von ihm zurück. „Gut,“ - log ich. Ich wollte ihm nicht noch das Gefühl geben das es mir nicht gut ging. –„ mir geht’s besser als sonst. Willst du dich mit mir treffen?“ Ein Geräusch kam durch den Hörer, das mich zusammen schrecken lies. „Was ist passiert? Alex? Alex bist du noch dran?“ nach einer schrecklich langen Minute kam: „Ja, ich bin noch dran. Nichts ist passiert ich hab mich nur auf den Boden fallen lassen.“ Ich seufzte erleichtert. „Hast mal wieder das schlimmste befürchtet, wie?“ er sagte das mit einem unterton, als ob er lächelte. Ich war erleichtert, dass er noch scherzen konnte. „Also was is jetzt? Willst dich mit mir treffen oder nicht?“ „Hmm,….ja, schon aber ich weiß nich ob ich darf, wegen meinem Bruder.“ Ich vertrete die Augen und meinte: „Sag doch einfach das es mir nicht so gut geht und du zu mir kommen musst.“
„Ich weiß nicht so recht. Was ist wenn sie mich fragt warum es dir nicht gut geht?“ Ich überlegte kurz. „Dann sag ihr mein Freund hätte mich verlassen.“ „Aber du hast doch gar keinen Freund.“ „Na und? Das weiß sie doch nicht, oder doch? Du hast ja nich gesagt das ich solo bin.“ „Hmm, okay ich werd’s probieren. Ich ruf dich dann noch kurz auf dem Handy an wenns klappt okay?“ „Okay, bis dann.“ „Bis dann.“
Ich legte auf. Dachte nach. Was ist wenn er sieht, dass es mir nicht gut geht? Was ist wenn er mich danach frägt?
Mein Handy klingelte. Alex war dran. Er sagte, dass er in einer halben Stunde bei mir sei.
In mir kam plötzlich ein komisch es Gefühl auf. Ich schämte mich für mein Zimmer. Überall lagen Klamotten, CD’s und anderer Krims Kram.
Ich versuchte so schnell und so gut wie möglich auf zu räumen. Im Hintergrund lief mal wieder Linkin Park. „Geschafft.“ Ich fiel erleichtert auf mein nun sauberes Sofa.
Nun kamen wieder Zweifel auf, ob es wirklich eine gute Idee gewesen war Alex einzuladen? Ich setzte mich an den Schreibtisch und zündete mir eine Zigarette an. Wie viele ich heute schon geraucht hatte, fragte ich mich. Naja, werden schon nicht so viele gewesen sein. Ich machte mein Fenster über meinem Schreibtisch auf. Meine Dose, die ich als Aschenbecher benützte, war voll bis oben hin.
Es klingelte. Ich rannte die Treppen runter und flog fast hin, da ich eine Stufe verfehlt hatte. Meine Eltern waren einkaufen gegangen und wussten nicht bescheid das Alex kommen wollte, aber das ging schon in Ordnung. Ich nahm den Hörer der Sprechanlage und hörte wer daran war. Wie ich vermutet hatte, war es Alex. Ich drückte auf den Knopf damit die Tür öffnete. Ich hörte wie er die Haustür schloss und die Windfangtür öffnete. Ein fröhliches „Hallo“ lies ich durchs Treppenhaus zwitschern. Er kam die Treppen hoch. Er sah total mit genommen aus. Ich umarmte ihn und meinte, dass wir in mein Zimmer gehen sollten.
Im Zimmer angekommen setzte er sich auf mein Sofa und ich auf meinen Drehstuhl. „Wie geht’s dir?“ wollte ich wissen und grinste ein bisschen dabei. „Nich so gut. Meine Mom macht wieder Stress wegen meinem Bruder.“ „Warum denn? Was hat er jetzt schon wieder gemacht?“ „ER? Er doch nicht, ich! er würde doch niemals mit der teuren Vase im Flur spielen. Ich bin aus versehen dran gekommen, laut meiner Mutter. Aber ich hab sie weder berührt noch angesehen. Felix hat mit ihr gespielt und ist dabei zu Bruch gegangen. Und jetzt bin ich alle dem Schuld und mein ach so toller Bruder is aus dem Schneider.“ Er starrte auf den Boden und fragte mich nach kurzem Schweigen, mit einem leichten unterton von Desinteresse: „Und wie geht es dir?“ Ich lächelte ein bisschen und meinte: „Ganz gut eigentlich.“ „Schön, wenigstes geht’s dir gut und du hast dich nicht schon wieder geschnitten!“

Was sollte das denn jetzt, fragte ich mich? Is er jetzt ganz übergeschnappt? So was werde ich ihm nie wieder anvertrauen!

Ich neigte meinen Blick. Alex schaute mich an und sah, dass es mich verletzt hatte oder er hatte ein schlechtes Gewissen, jedenfalls entschuldigte er sich bei mir. „Ist schon okay.“ Und ich lächelte mein falsches Lächeln, dass ich Stunden lang vor dem Spiegel geübt hatte.
„Alles wieder okay?“ „Klar! War ja nichts.“ Und wieder log ich. seit dem ich mich Selbst Verletze konnte ich lügen wie gedruckt ohne das es mir jemand an sah. Nicht einmal ich selbst konnte zwischen meinem gespielten und meinem natürlichen lächeln unterscheiden. Das einzige was ich merkte war, das es nicht von Herzen kam. Aber das merkte ja zum Glück nur ich selbst.
Wir redeten noch ein bisschen über belangloses Zeug. Um sechs Uhr verabschiedete sich Alex mit einer Umarmung von mir und ging zum Bus.
Meine Eltern hatten sich nicht beschwert, dass Alex ohne ihre Erlaubnis zu mir gekommen war. Sie mochten ihn.

Ich ging wieder auf mein Zimmer. Stellte die Stereoanlage lauter und lauschte der Stimme von Amy Lee von Evanescence. Setzte mich auf mein Bett und fing an ein Gedicht zu schreiben. Dachte kurz nach und schrieb auf ein Blatt:
Ein Blatt fällt zu Boden.
Niemand bemerkt es.
Einst hing es ganz oben,
an dem Gipfel des großen Baumes.
Hing bei den schönen,
wunderschönen Blättern.
Hatte Spaß mit den anderen Blättern.
Schaukelte mit ihnen im wind.
Ruhte mit ihnen,
wenn die stille einkehrte.
Doch dann kam der Sturm
und rieß das kleine Blatt mit sich.
Es segelte zu Boden
und blieb liegen.
Es vermisst die anderen.
wollte noch einmal,
mit ihnen im winde schaukeln.
Doch nun liegt es am Boden
und niemand hat es gemerkt.

Ich fühlte mich, in diesem Moment, wie diese Blatt, das nun am Boden liegt. Ich wollte wieder so Leben wie früher. Nicht immer do ängstlich und verstört in meinem Zimmer sitzen. Wieder von tiefsten Herzen glücklich sein und lachen. Ich weinte mich in den Schlaf.

Mitten in der Nacht erwachte ich von einem Albtraum, der mich plagte.
Ich hatte nach der Klinge gesucht und ich hatte sie nirgends gefunden.
Und nun suchte ich nach ihr, doch fand ich sie nicht.
Es war ein Albtraum für mich.
Stand auf und ging an meinen Schreibtisch. Machte die erste Schublade auf und nahm die Klinge in die Hand. Ich starrte sie an. Legte sie an meinen Arm und spielte ein bisschen mit ihr herum. Schmiss sie in die Luft und fing sie wieder. Ich war sehr vorsichtig, wollte mich nicht jetzt schon verletzten. Ging zurück an mein Bett mit meinem wichtigsten Begleiter. Die Klinge. Setzt mich und schlug die Decke über meine Beine. Dachte über mein kaputtes Leben nach. Tränen flossen über meine Wangen. Schaute auf meinen Wecker. Es war kurz nach zwei Uhr in der früh. Tränen wollten kein Ende nehmen. Setzte die Klinge an meine kalte Haut und zog mit voller Kraft durch. Schaute auf die Wunde an der sich nun ein Blutstropfen gebildet hatte. Wiederholte dies immer wieder bis ich 7 Schnitte auf meiner Haut zählen konnte.
Meine Haut brannte. Meine Seele schreite. Sie wollte mehr. Doch tat ich ihr diesen Gefallen nicht. Es war genug für heute. Legte mich zufrieden zurück und schlief wieder ein.

Ich nahm einen leckeren Geruch wahr. Es war schon Mittag als ich wach wurde. Es war mal wieder einer dieser verregneten, langweiligen Sonntage, dass wusste ich jetzt schon.
Ich machte mir erst gar nicht die Mühe aus meinem warmen Bett zu kriechen. Blieb einfach liegen und kuschelte mich wieder in meine Bettdecke ein. Ich hörte wie der Regen auf mein Fenster fiel. In meinem Bett war es wohlig warm und ich wollte gar nicht mehr aufstehen. Doch irgendwie war da etwas, dass mich förmlich aus meinem Bett schleuderte. Also setzte ich mich aufrecht hin und schaute lustlos in meinem Zimmer umher. Warf meine Bettdecke von meinen nackten Beinen und stand auf. Lief zu meinem Kleiderschrank und suchte mir was Passendes zum rumgammeln. Ich wollte es mir heute bequem machen also wählte ich die gleichen sachen die ich gestern schon an hatte. Als ich gerade mein T-Shirt auszog und mich im Spiegel betrachtete, erstarrte ich. Schaute auf meinen linken Arm. Ich erinnerte mich wieder. Ich hatte es wieder getan. Ich war wieder meinen eigenen Gefühlen zum Opfer gefallen. Hatte die Klinge wieder in meinen Händen. Ließ mein Blut fließen. Langsam kam alles wieder in meinen Kopf. Ich wollte schreien. Weinen. Doch nichts geschah. Ich sah einfach nur in den Spiegel. Es war meine Entscheidung gewesen ich hätte nicht, habe aber. Tränen flossen wieder. Wischte sie schnell wieder weg und zog meinen Pulli über meinen Kopf. Kramte in meinem Schrank nach Socken. Fand schließlich welche und zog sie an.
Lief wie jeden morgen als erstes ins Bad. Wusch mich und ging ins Wohnzimmer. Es war schon ein Uhr vorbei. Und mein Bauch meldete sich. Er knurrt und mir wurde halb schlecht bei dem Gedanken, dass ich jetzt gleich was essen muss. „Moni,“ wie mich meine Familie immer nannte, “deck bitte den Tisch.“ Es war meine Mom die mich gerufen hatte. Ich lief in die Küche um Teller und Besteck zu holen. Machte die Schublade auf und nahm Messer und Gabel heraus. Ging zum Schrank wo die Teller waren und nahm vier von den flachen. Ich lief zurück ins Wohnzimmer und deckte den Tisch. Als ich damit fertig war, setzte ich mich an das obere Ende, wo ich immer sah’s. „Du brauchst dich noch nicht hin zu setzten. Es brauch noch ne halbe Stunde.“ Ich seufzte und ging zu unserem Computer. Lies mich auf den Drehstuhl fallen und machte mir Musik. Als ich gerade die Kopfhörer über meinen Kopf zog, klingelte mein Handy. Ich hatte eine SMS bekommen. Auf dem Display erschien, Annas Namen. Ich wunderte das ich ihre Nummer hatte. Da viel mir ein das wir unsere Nummern getauscht hatten. ‚Hi Sam, wie geht’s dir? Können wir uns heute treffen? Hdl Anna’
Ich überlegte kurz was ich ihr zurück schreiben sollte, denn es gab ja gleich essen. ‚Hi Anna’ schrieb ich, ‚mir geht’s gut und dir? Um drei an der Mauer? Hdl Sam’
Ich ging ins Internet um nach meinen E-Mails zu schauen. Hatte mal wieder fast nur Reklame in meinem Posteingang. Eine E-Mail hatte ich doch bekommen von Maren. Ein Mädchen das ich letzten Sommer kennen gelernt hatte. Sie schrieb nichts wichtiges. Ich beantwortete ihr fragen und schickte sie ab. Ich sah noch eine weile vor dem PC und hörte Musik. Meine Mom rief mich zum Essen. Es gab Salat, Spätzle und Gulasch mit einer leckeren Soße. Und natürlich war alles viel zu Fettig und mit zu vielen Kalorien. Ich nahm mir Salat und Spätzle. Das hatte wohl am wenigsten Fett von allem. Meine Mutter nervte mich mal wieder das ich zu wenig ass. Ich sagte einfach, dass ich später zu einer Freundin gehen würde. Was ja auch stimmte, nur ich aß nichts bei Anna.
Nach dem Essen ging ich schnell in mein Zimmer um mich fertig zu machen. Ich zog mir eine Jeans und ein Top an, malte mir noch kurz die Augen an und lief die Treppen runter. Im Erdgeschoß angekommen zog ich meine Schuhe und meine Jacke an. Ich sah nicht in den Spiegel diesen Anblick wollte ich mir ersparen. Ich schlenderte an die Mauer an der ich mich mit Anna treffen wollte. Sie war nicht weit entfernt von unserem Haus. Als ich gerade die Straße einbog und auf die mauer zulief packte mich jemand am Arm. Ich erschreckte mich fürchterlich und drehte mich schnell um damit ich die Person, die mich festgehalten hatte, sehen konnte. Mein Herz klopfte wie wild. Es war Anna die hinter mir stand und mich anlächelte. „Tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken!“ sagte sie einklein bisschen ängstlich. „Is schon gut. Ich hab mich ja nur erschreckt.“ Meinte ich mit einem falschen Lächeln. „Hast du mich nicht rufen gehört?“ Ich hatte wirklich nichts gehört und schüttelte den Kopf. „Naja ist ja auch egal!“ sie hakte sich bei mir ein und wir liefen zu einer nahe gelegener Bank. Setzten uns hin und fingen an uns zu unterhalten. „Wie geht es dir?“ wollte sie von mir wissen. „Gut und dir?“ „Naja hält sich in Grenzen. Ich hab mich wieder geschnitten.“ „Warum? Hat dich dein Vater wieder geschlagen?“ „Nein. Nein, das ist es ja was mir angst macht. Er hat gar nichts gemacht.“ „Er hat dich nicht geschlagen und du hast dich trotzdem geschnitten?“ Sie nickte. „Oh,“ eine kurze Stille draht ein und ich überlegte mir ob ich ihr auch erzählen sollte das ich mich verletze. Verdrängte diesen Gedanken jedoch schnell. „ist irgendwas anderes passiert?“ wollte ich wissen. „Hm, eigentlich nicht. Ich war nur sehr traurig.“ „Warum?“ „Ehrlich gesagt weiß ich das selbst nicht. Es kam einfach dieses Gefühl als ob mein herz zerreißt. Es war schrecklich!“ Ich kannte dieses Gefühl nur zu gut, doch sagte ich ihr es nicht. Ich wollte sie nicht verunsichern. So schwieg ich. ich blickte auf den nassen Boden. Es hatte vorher geregnet. In meinem Kopf wuchs der Wunsch normal zu sein. Er wurde immer stärker. Doch diesen Wunsch konnte ich nicht verwirklichen. Wir schwiegen uns eine Weile an, dann fragte sie mich: „Hast du dich auch schon mal selbst Verletzt?“ Mir stockte der Atem. Ich wollte nicht, dass sie irgendetwas davon mit bekam. Ich wollte sie vor mir selbst schützen. Ich zog die Ärmel von meiner Jacke über meine Hände und schüttelte den kopf. Dabei hatte ich meinen Kopf nach unten gesenkt so, das sie mein Gesicht nicht sah. Sie war so etwas wie meine kleine Schwester die ich nie hatte. „Macht es dir etwas aus, wenn ich kurz eine Rauche?“ fragte ich Anna, die völlig geistigabwesend schien. Sie zuckte ein wenig zusammen als sie meine Stimme hörte. „Nein. Rauch du nur.“ Und wieder war sie in ihren Träumen verschwunden. Ich suchte in meine Tasche nach der Schachtel Zigaretten und nach meinem Feuerzeug. Nahm eine Zigarette raus und zündete mir die in meinem Mund steckende Kippe an. Machte die Schachtel wieder zu und verstaute das Feuerzeug und die Zigaretten wieder in meiner Tasche. Ein kalter Wind wehte und ich zog nervös an meiner Zigarette. Es war schon sieben und ich musst nach Hause. Doch wollte ich Anna nicht alleine lassen. Ich fragte sie, was sie jetzt noch machte. „Ich werde gleich nach Hause gehen. Es regnet bestimmt gleich und ich will noch vor dem Gewitter zu Hause sein!“ „Macht es dir was aus wenn ich jetzt schon geh?“ Sie schüttelte den Kopf und ihre Haare wehten im Wind. „Okay, dann werd ich jetzt gehen. Bye.“ „Tschüss.“ Ich lief den schmalen Weg zurück zur Straße den wir vorhin gegangen waren. Ich nahm noch den letzten Zug meiner Zigarette und warf sie in die Hecke. Meine Schritte wurden immer schneller. Ich fing an zu rennen. Immer schneller. Ich wusste nicht wohin mich meine Füße trugen. Eigentlich wollte ich nach Hause, doch ich lief in die andere Richtung. Nach einer halben Stunde stand ich in dem nahe gelegenem Wald. Es war schon kurz nach Acht. Meine Eltern würden wieder Stress machen, doch das war mir egal. Ich wollte nur alleine sein. das war ich in meinem Zimmer zwar auch aber es war doch etwas anderes, denn im Wald kannte mich niemand. Setzte mich auf eine Bank und fing an zu weinen. Mein Leben war so kaputt. Ich wollte sterben. Doch wenn ich mich umbringen würde. Würde das zwar das ende für mich bedeuten, doch nur den Anfang von einem Chaos der Trauer meiner Freunde. Besonders Alex wollte ich nicht alleine lassen. Ich fragte mich ob ich nun immer so weiter leben wollte und vor allem musste. Nein, dass will ich nicht. Ich will nicht immer das Mädchen sein das nur zuhause hockt und weint nur weil ich alleine bin.
Ich stand von der Bank auf und lief nach Hause. In meinem Kopf herrscht nur ein Gedanke. Auf hören egal wie.

Wow, is das geil. Dachte Alex als er gerade wieder seine Ärzte CD einlegt und lauter schaltete. Er liebte die Ärzte. Er hatte in letzter Zeit einfach nie wirklich Zeit gehabt sich mal wieder richtig gehen zu lassen. Da seine Mutter mit seinem kleinen Bruder einen kurz Urlaub einlegte, denn er mit vielen Argumenten abschlagen konnte, hatte er die ganze Wohnung für sich allein. Nur Smoke, die Katze, war zu Hause. Die aber einen Buckel machte, als Alex die CD rein macht und nur noch raus wollte. So war er ganz allein. Die letzte Zeit hatte ihm ganz schön zugesetzt. Seine Freundin hatte mit ihm Schluss gemacht und mit seiner Mutter hatte er auch nur noch Schwierigkeiten. Sie konnte ihn einfach nicht verstehen. Er setzte sich auf das Sofa im Wohnzimmer. Legte sich nach hinten und entspannte. Sein Mund bewegte sich. Er sang leise den Text mit. Er war in einem art Halbschlaf. Er träumte. Er war auf einem Ärztekonzert und schrie den Text förmlich mir. Er wurde pötzlich aus seinen Träumen gerissen. Sein Handy klingelte. Er hatte eine SMS bekommen. Es war Simone die ihm schrieb. Die beiden waren die besten Freunde und für Außenstehende sah es manchmal so aus als ob sie ein Paar wären. Sie schrieb, dass es ihr nicht gut ginge und sie ihn brauche. Er war in so einer guten Stimmung gewesen und diese SMS machte alles zu Grunde. Naja, dachte er, es wird wohl wichtig sein. Er hatte ein bisschen Angst um Simone. Sie hatte ihm anvertraut, dass sie sich ritzte. Und er hatte die leise Vermutung, dass es um das Ritzen handelte, da es ihr nicht gut ging.

Ich wusste nicht was ich da tat. Ich schrieb Alex eine SMS. Ich hatte überhaupt nicht nachgedacht was ich da tat. Ich schrieb sie einfach und schickte sie ab. Wieder weinte ich. ich wollte doch aufhören. Dieser gedanke. Dieser Wunsch war vorher doch so deutlich gewesen. Doch der Druck stieg und stieg. Wusste nicht was ich machen sollte. Diese Leere. Diese Trauer. Diese Kälte. Und als as war in meinem Herzen. Hass verspürte ich auch. Hass auf mich. Mich und mein Leben. Die Klinge lag vor mir. Ich war in einem Meer der Tränen untergetaucht. Ich erschrak. Mein Handy klingelte. Ich brauchte einige Minuten um mich wieder fassen zu können.

Alex wurde immer nervöser. Warum hebt sie denn nicht ab. Er wartet schon seit drei Minuten. Er schaute immer wieder auf die Uhr. Minuten kamen ihm wie Stunden vor. „Ja?“ na endlich. Er hörte Simones Stimme. Sie hatte geweint, dass hörte man. „Hi. Ich bin’s Alex. Wie geht’s dir?“ Eine kurze Pause draht ein. „Hm, naja nich so toll. Und dir?“ „Was ist denn?“ wollte Alex wissen. Wieder diese Stille. Alex zitterte. „Ich mach mir voll die Sorgen um dich!“ „Brauchst du nich.“ Er konnte es zwar nicht hören, doch fühlte er, dass ihr eine Träne die Wange hinunter rollte. Er machte dich immer mehr sorgen. „Sag. Was ist passiert!“ „Eigentlich nichts. Ich hab nur gemerkt wie scheiße mein Leben ist.“ Nun war es Alex der schwieg. Was sollte den das? „Kannst du mir versprechen das du dir nichts antust?“ Simone fing an zu schluchzen. „Ich wird es versuchen. Für dich mach ich alles.“ Er lächelte. „Okay, gut. Du ich muss jetzt aufhören. Es is ja schon 11 uhr und wie haben morgen Schule.“ „Ja, leider. Bis morgen.“ „Bis morgen. Hab dich lieb!“ Nun legte Alex auf. Er war erleichtert, dass sie sich nichts angetan hatte. Doch er wusste nicht was sie davor gemacht hatte. Er wollte schlafen gehen.

Nach dem Alex angerufen hatte. Habe ich einen Heulkrampf bekommen. Ich weinte und konnte gar nicht mehr auf hören. Immer wieder rollten Tränen meine heißen Wangen hinunter und tropften auf mein Kopfkissen. Ich schlief weinend ein.
Der Wecker schellte und ich war noch total verschlafen. Doch ich musste raus schließlich hatte ich heute wieder Schule. Ich schaute aus dem Fenster. Es würde ein warmer Tag werden und so zog ich mir ein kurzes T-Shirt an. Ich lief die Treppe runter und ging ins Bad. Machte mich fertig und ging frühstücken. Meine Tasche hatte ich schon am Abend gepackt gehabt. Als es 7:15 Uhr war ging ich aus dem Haus. Wie jeden morgen wartete Thomas schon ungeduldig auf mich. „Sorry!“ Ich lächelte meine falsches Lächeln und zog mir meine Maske auf. Damit niemand etwas von meinem schlimmen Wochenende mitbekam. Wir fuhren zur Schule.

Alex wartete ungeduldig auf die Straßenbahn. Wie jeden morgen, holte er Thomas und Simone an der Haltestelle ab. Er zog nervös an seiner Zigarette. Er wusste nicht ob Simone sich nun etwas angetan hatte oder nicht. Und dieses Unwissen machte ihn verrückt. Na endlich. Die Bahn fuhr um die Ecke. Sie hielt. Die beiden stiegen aus. Simone mit einem leichten grinsen, als sie Alex sah. Thomas wie immer. Leicht bedrückt aber doch fröhlich. Simone kam auf Alex zu und begrüßte ihn. Alex musterte sie. Wieder neue Wunden am linken Arm. Er zählte sieben. Er schaute sie an. Sie hatte seine Blicke gemärkt. Schnell schaute sie weg. „Wie geht’s dir?“ wollte Alex wissen. „Gut.“ Wieder einmal log sie. Doch beherrschte sie es fast perfekt. Er schaute sie ungläubig an und zeigte auf ihren Arm. „Das war bevor wir telefoniert haben. Am Samstag.“ Er seufzte leicht auf. Wieder einmal fühlte er sich nicht gut. Sie kann mir doch alles sagen, dachte er. Wieso hat sie mich nicht angerufen. Sie standen vor der Schule und gingen in ihr Klassenzimmer, denn es hatte geklingelt.

Ich weiß nicht mehr wie ich den Unterricht hinter mich brachte, aber es war eine halbe Ewigkeit. Als es endlich das letzte mal klingelte, wollte ich nur noch nach draußen. Fort von allen. Besonderst von Alex wollte ich weg. Ich wusste nicht warum. Doch dieser Gedanke bohrte sich in meinen Kopf, wie tausenden kleiner Nadeln. WEG! Einfach nur weg.

Simone hatte gerade die Tür auf gemacht, als Alex nach ihr rief. „Bleib doch bitte mal stehen.“ Sie drehte sich um und er kam keuchend bei ihr an. „Was ist den los? Warum rennst du vor mir weg? Hab ich dir irgendwas getan?“ Sie schaute zu Boden. „Nein. Ich will nur nach Hause.“ „Ich will aber mit dir reden. Bitte.“ Sie liefen in den Park, der gleich neben der Schule lag und setzten sich auf eine Bank. Alex fing an zu reden und Simone hörte einfach nur zu. „Hallo? Hörst du mir überhaupt zu???“ wollte Alex leicht verärgert wissen. „Klar. Du hast mir grad gesagt das ich immer zu dir kommen kann wenn was ist.“ „Ja stimmt.“ „Danke, dass du für mich da bist.“ Und sie viel in seine Arme und weinte. „Is doch klar.“ Sagte Alex sehr leise und er war sich nicht sicher ob Simone es gehört hatte.

Warum hatte Alex mich nur aufgehalten? Nun lag ich hier und weinte in sein T-Shirt. Oh man, was ist in letzter Zeit nur mit mir los? Ich fand keine Antwort auf meine Frage. Weinte bei diesem gedanken noch mehr. Alex fragte nicht, was los war. Er lies mich heulen und war einfach nur da. Das mochte ich so an ihm. Man musste nichts sagen ohne es zu wollen. Ich beruhigte mich allmählich und richtete mich wieder auf. „Willst du drüber reden?“ fragte mich Alex. Ich nickte nur und es vergingen wieder einige Minuten als ich anfing zu reden. Ich erzählte ihm von meinem Wochenende und wie ich Anna kennen gelernt hatte. Was sie tat und wies mir ging. Ich erzählte mindestens eine Stunde und Alex hörte einfach nur zu. Er nahm mich in den Arm und nun fing er an zu weinen.

Alex wollte nicht vor Simone weinen. Es ging ihr ohne hin schon schlecht und er hatte die Befürchtung, dass sie sich wieder die Schuld für den Heulkrampf, denn er hatte, gab. Das wollte er nicht und so wischte er sich schnell die tränen aus den Augen und grinste ein gequältes Grinsen. „Ich hab dich unendlich lieb und ich bin immer für dich da!“ sagte er zu ihr. „Ich weiß.“ Und wieder rollte ihr eine Tränen über die zarte Wange. Aber diesmal was es teils eine Freudenträne teils eine Träne die aus angst bestehte. Sie hatte mal wieder angst ihn zu verlieren. Sie stand auf gab ihm einen Kuss auf die Backe und umarmte ihn. Alex wollte sie gar nicht mehr los lassen. „Versprich mir bitte, dass du keinen Scheiß machst. Okay?“ sie nickte „Okay. Versprochen.“ Sie lief los. Über die Wiese. „Ich hab dich lieb!“ rief Alex ihr hinter her und sie lief schneller. Sie stieg in die Bahn und fuhr nach Hause.

Endlich zu Hause! Ich schmiss die Tasche weg und lief die Treppe hoch. Auf dem Tisch fand ich ein Zettel. Meine Mutter kam also erst um acht Uhr nach Hause. Ich lief in mein Zimmer und dachte mal wieder nach.
Alex hatte geweint. Er hat gesagt, es war nicht wegen mir. Doch hatte er geweint. Ich will ihn nie mehr zum weinen bringen. Dieser Satz steht in meinem Tagebuch. Und genau das versuche ich gerade.
Ich lebe. Habe immer noch die gleichen Narben auf meinem Körper, werde sie immer haben. Habe manchmal noch mehr Probleme, doch ich versuche sie anders zu bewältigen, statt durch die Klinge. Ich rauch eine Zigarette, rede, schlage auf ein Kissen ein und probier mich anders ab zu regen. Habe immer noch hass auf mich, doch ich habe mir vorgenommen, mir immer wieder zu sagen, dass ich liebenswert bin. Weder hässlich noch dick. Und ich lebe, allein für Alex und für meine Freunde. Vielleicht auch ein klein wenig für mich.



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